Der Fall Island

Der Fall Island

Wie internationale Spekulanten ein Land an den Rand des Staatsbankrotts brachten

Jónsson, Ásgeir

ISBN
978-3-89879-515-9
Seiten
160
Erschienen am
17. 08. 2009
Leseprobe
Inhalt
Preis
19,90 Euro
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Buchbeschreibung Schrift verkleinern Schrift zurücksetzen Schrift vergrößern

Die Tatsache, dass eine entwickelte Volkswirtschaft völlig zusammenbrechen konnte, ist ein beängstigendes Zeichen. Was die Implikationen dieses Desasters betrifft, wiegeln einige mit dem Argument ab, Island sei ein Ausnahmefall gewesen, weil sein Bankensystem auf die zehnfache Größe des Bruttoinlandsprodukts angewachsen sei. Andere halten außergewöhnliche Dummheit beziehungsweise Kriminalität für die Kernursache. Was wir gewiss sagen können, ist, wie es zu diesem Zusammenbruch kam. Die isländischen Banken wurden von einem systemweiten Bank Run in die Knie gezwungen, der einsetzte, als das Finanzsystem das Vertrauen der ausländischen Gläubiger und Analysten verlor. Doch ist Island nicht die Anomalie, als die viele es gerne sehen würden. Islands Misere unterscheidet sich von der Misere anderer Länder eher in der Größenordnung als in qualitativer Hinsicht. Und diesen Ländern könnte das gleiche Schicksal drohen!

In Der Fall Island rückt das bisher prominenteste Opfer der globalen Finanzkrise in den Fokus des Interesses. Ásgeir Jónsson, der Chef-Volkswirt der isländischen Kaupthing Bank, macht sich in diesem Wirtschaftsbuch mit kriminalistischem Gespür auf die Suche nach Gründen dieses beispiellosen Vorgangs, bei dem internationale Spekulanten das Land an den Rand des Staatsbankrotts brachten.

Kompakt informiert Jónsson zunächst über die Geschichte Islands von seinen Entdeckern und Gründungsvätern bis in die moderne Gegenwart, in der die delikate Finanzangelegenheit ernst zu nehmende Kerben in den seit Jahren beständig wachsenden Finanzbaum des Landes schlug. Auf dieser Grundlage werden dann die Geburt des Bankwesens sowie die Entwicklung seiner Strukturen beleuchtet und der Weg des Lands zur Bankennation mitsamt dem Aufstieg des Finanzhauses Kaupthing nachgezeichnet.
Besonders intensiv widmet sich Jónsson den Vorboten des Debakels und analysiert, welche Gründe (von der überhitzten Wirtschaft bis hin zu den Spekulanten und Hedgefondsmanagern) für die Krise verantwortlich waren. Bei seiner Spurensuche wartet der Finanzexperte mit einem riesigen Fundus an Fakten auf, die er mit sehr großem Fleiß zusammengetragen hat und so sortiert, dass ein leicht verständliches und spannendes Netzwerk von Fakten, Hintergründen und Analysen entsteht.

Aus dem Inhalt in Kürze:

Wie Island zu einer Banknation wurde

Die Geysir-Krise und ihre Folgen

Der Weg ins Verderben – wie konnte es dazu kommen? Eine spannende Suche nach Ursache und Faktoren

Der Untergang des isländischen Bankensystems: Einzelfall – oder stehen andere Nationen ebenfalls vor dem Kollaps?

Wir fassen zusammen:

Mit Ásgeir Jónsson hat sich ein Finanzexperte an die Aufarbeitung des irländischen Finanzdebakels gemacht, der bei seinen Kollegen weltweites Ansehen genießt und für sein fundiertes Wirtschaftswissen bekannt ist. Wenn Sie verstehen wollen, wie ein ganzes Land an den Rand des finanziellen Desasters geraten konnte, müssen Sie hier zugreifen. Der Chefvolkswirt der Kaupthing Bank bietet hier eine bestens informierte, spannende und unterhaltsame Zusammenstellung der internationalen Finanzzusammenhänge und ihrer Wirkung auf einen einzelnen Einzelstaat.

Informationen zum Autor: Jónsson, Ásgeir

Ásgeir Jónsson ist seit vier Jahren Chefvolkswirt der isländischen Kaupthing Bank. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher und Artikel über Islands Wirtschaft und Geschichte.

Pressestimmen

"Welche Rolle spielte der dubiose Amerikaner "Joe" und wieso wehrten die Notenbanken die hilfesuchenden Isländer ab? Ásgeir Jónsson deutet es."

FAS

"Einem gezielten Angriff übermächtiger Hedge-Fonds sei Island zum Opfer gefallen, lautet Jónssons These, die er mit Analystenberichten aus den Investmentbanken und Ratingagenturen sowie ihren Auswirkungen auf Wechselkurse und CDS-Spreads zu belegen versucht. Die einheimischen Politiker seien ohnmächtig gewesen, die ausländischen Zentralbanken hätten die dringend nötige Hilfe verweigert, klagt der Verfasser. Nebenbei gelingen ihm eindrückliche Charakterskizzen jener jugendlich-aggressiven Finanzwikinger, die an der Spitze der isländischen Banken und Investmentfirmen standen."

FAZ

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